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Danke, Steve!

Manchmal wirkt es so, als sei die Sharing Economy – so nennt man Unternehmen, die Peer-to-Peer-Transaktionen über Online-Plattformen oder Smartphone Apps ermöglichen – praktisch über Nacht entstanden.

Es wird auch erwartet, dass die Sharing Economy weiter expandiert und viele etablierte Wirtschaftszweige auf den Kopf stellt. PwC schätzt zum Beispiel, dass der Gesamtwert der Transaktionen der Sharing Economy allein in Europa von 28 Milliarden EUR im Jahr 2016 auf 570 Milliarden EUR bis zum Jahr 2025 steigen wird.

Was hat ihre Entstehung und das rasante Wachstum ausgelöst?

Zu den wichtigsten Erfolgsfaktoren für Unternehmen der Sharing Economy zählen die Skalierbarkeit und die kritische Masse. Die Geschäftsmodelle funktionieren nur, wenn es auf beiden Seiten reichlich potenzielle Teilnehmer gibt.

Hier kommt Steve Jobs ins Spiel. Obwohl Smartphones heute allgegenwärtig sind, vergessen wir leicht, dass das iPhone mit seinem mobilen Betriebssystem iOS, das von Drittentwicklern genutzt werden kann, erst vor knapp zwölf Jahren (2007) auf den Markt kam.

Smartphones und mobile Applikationen – zusammen mit Cloud-Computing, Geotracking und Fortschritten in der Softwareentwicklung – helfen Sharing-Economy-Plattformen beim Aufbau einer kritischen Masse, indem sie Verbraucher schnell und kostengünstig mit Menschen in Verbindung bringen, die ihr Eigentum, ihre Fähigkeiten oder Zeit gewinnbringend einsetzen wollen. Die Wachstumskurve für Unternehmen, die Mitfahrgelegenheiten („Ridesharing“) vermitteln, folgt zum Beispiel ziemlich genau der Akzeptanzkurve für Smartphones.

Die Bandbreite der über Peer-to-Peer-Plattformen verfügbaren Produkte und Dienstleistungen nimmt immer weiter zu. So konnten sich beispielsweise Plattformen, über die Arbeitsbereiche, Lagerflächen, Lieferkapazitäten und Logistik geteilt werden können, seit 2013 fast 2 Milliarden USD an Risikokapital sichern.

Lediglich eine Plattform

Doch obwohl diese neuen Geschäftsmodelle traditionelle Beziehungen zwischen Anbietern und Verbrauchern umkrempeln, bleiben die Risiken bestehen. So kommt es weiterhin zu Unfällen, Sachschäden oder Fehlern, wertvolles Material wird gestohlen oder unterschlagen und so weiter.

Zudem entstehen dort, wo die traditionellen Geschäftsmodelle aufweichen, neue Risiken und Unsicherheiten. Insbesondere vertreten viele Sharing Economy Unternehmen derzeit die Auffassung, was auch immer im Rahmen einer Peer-to-Peer-Transaktion geschehe, sei eine Angelegenheit zwischen den daran direkt Beteiligten. Sie selber stellten nur die Plattform zur Verfügung.

In den Nutzungsbedingungen einer Peer-to-Peer-Plattform wird zum Beispiel ausdrücklich darauf hingewiesen, sie sei „lediglich eine Plattform…“. Im weiteren Verlauf wird jegliche Haftung für „Ansprüche, Forderungen und Schäden“ ausgeschlossen. Käufer und Verkäufer aufgepasst!

Bewertungssysteme sollen den Beteiligten auf beiden Seiten einer Transaktion einen Anreiz zu ehrlichem, rücksichtsvollem und umsichtigem Verhalten geben und somit Risiken zu minimieren. Allerdings können sie nicht das gesamte Spektrum an Risiken entschärfen, denen Nutzer und Anbieter ausgesetzt sind. Wie wir alle wissen, geht leider nicht immer alles glatt.

Daher könnte die Haltung, „lediglich eine Plattform“ anzubieten, in einigen Bereichen das weitere Wachstum der Sharing Economy behindern. Es gibt immer mehr Hinweise darauf, dass viele potenzielle Nutzer und Anbieter angesichts der möglichen Unsicherheiten und Risiken einer Nutzung von Peer-to-Peer-Plattformen kritisch gegenüberstehen.

Dies heißt jedoch im Umkehrschluss, dass der Schutz der Teilnehmer auf beiden Seiten einer Peer-to-Peer-Transaktion künftig ein weiterer wichtiger Erfolgsfaktor für Unternehmen der Sharing Economy sein könnte.

Versicherung der Sharing Economy

Eine der Herausforderungen – oder, je nach Perspektive, auch Chancen – beim Schutz der Sharing Economy ist die Tatsache, dass traditionelle Versicherungslösungen nicht ohne Weiteres auf diese neuen Geschäftsmodelle anwendbar sind.

Versicherungen für Privatpersonen decken keine für kommerzielle Zwecke eingesetzten Mittel ab und der Abschluss einer separaten Geschäftskundenversicherung ist ein zu teures und lästiges Unterfangen für Menschen, die bloß ein paar persönliche Gegenstände über eine Online-Plattform anbieten wollen.

Eine weitere Herausforderung bei der Versicherung von Peer-to-Peer-Transaktionen ist der Mangel an verfügbaren Daten. Ein Versicherer muss sich auf historische Daten stützen, um ein bestimmtes Risiko richtig und fair bepreisen zu können. Und derzeit liegen noch kaum Daten über das Risikoprofil verschiedener Peer-to-Peer-Plattformen vor.

Diese Herausforderungen treten in besonderem Maße auf, wenn es bei der Anwendung um das Teilen von Gegenständen geht, wie es beim deutschen Start-up „Fainin“ der Fall ist. Das Unternehmen bietet Menschen über seine Plattform die Möglichkeit, verschiedenste Produkte – wie Kameras, Outdoor- und Sportausrüstung, elektronische Geräte, Werkzeuge usw. – zu verleihen oder auszuleihen.

Diese Art von Plattformen zieht ihren Nutzen aus der Tatsache, dass viele Gegenstände im Privatbesitz nur gelegentlich genutzt werden. Hierzu hat mal jemand angemerkt, dass viele Menschen eine Bohrmaschine besitzen, die jedoch in den meisten Fällen während ihrer gesamten Lebensdauer nur für 15 Minuten zum Einsatz kommt.

Während Vertrauen in einer Gemeinschaft von Personen, die Besitz teilen, unerlässlich ist und durch ein Bewertungssystem gestärkt werden kann, wünschen sich ihre Mitglieder dennoch die Gewissheit, dass sie im Falle eines Falles abgesichert sind.

Und hier kommen wir ins Spiel. AXA XL hat maßgeschneiderte Lösungen entwickelt, die es Sharing-Economy-Unternehmen wie Fainin ermöglichen, als expliziter Bestandteil ihres Kundennutzenversprechens sowohl Leihgeber als auch Leihnehmer im Rahmen einer Gruppenversicherung abzusichern.

Die von uns für Fainin maßgeschneiderte Police deckt Personen- und Sachschäden bis zu einem vereinbarten Limit. Die Deckung gilt automatisch für Transaktionen, die über die Plattform von Fainin durchgeführt werden.

Unser gemeinsames Ziel bei dieser Lösung ist die Verbesserung der Kundenerfahrung, indem wir die Risiken mindern, denen Nutzer beim Leihen und Verleihen von Gegenständen über das Portal ausgesetzt sind. Diese beruhigende Absicherung ist nahtlos in das Angebot integriert: Die Nutzer der Plattform müssen keine zusätzlichen Schritte unternehmen, um den Versicherungsschutz mit den für alle Kunden geltenden Obergrenzen und Konditionen zu genießen.

Unsere Erfahrungen mit Fainin bestätigen unsere Ansicht, dass Peer-to-Peer-Plattformen in der Lage sein müssen, klare Antworten auf die Fragen ihrer Nutzer zu bieten: Wann und wo bin ich abgesichert? Wogegen und in welchem Umfang bin ich abgesichert? Unsere Zusammenarbeit mit Fainin hat es uns ermöglicht, Lösungen zu entwickeln, die diese Fragen beantworten und Nutzern – Leihgebern sowie Leihnehmern – die Gewissheit verschaffen, dass sie im Falle eines Falles geschützt sind.

Über den Autor: Mukadder Erdoenmez ist Head International Casualty Europe / Middle East & Africa / Latin America bei XL Catlin, jetzt Teil von AXA XL, dem Unternehmensbereich für Sach-, Haftpflicht- und Spezialrisiken von AXA. Er arbeitet in Zürich und ist erreichbar unter mukadder.erdoenmez@axaxl.com

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