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Xavier Veyry wurde im Juni zum CEO von Europa und Asien bei AXA XL Insurance ernannt. Anlässlich des FERMA-Seminars, das diese Woche stattfand, sprach er über die Herausforderungen der letzten Monate, Innovationen in den Bereichen Risiko und Versicherung sowie die Bedeutung von Risikomanagement-Verbänden.

Sie wurden kürzlich zum CEO der neu gegründeten Geschäftseinheit Asien & Europa von AXA XL ernannt. Mitten in der globalen Pandemie sind Sie von Shanghai nach Dublin umgezogen. Wie war das?

Das war für uns alle eine unglaublich herausfordernde Zeit. Aber am wichtigsten ist es, an die verheerenden Folgen zu erinnern, die die COVID-19-Pandemie über die Menschheit gebracht hat, an das Unglück, das zahllose Familien und Gemeinschaften weltweit erleben müssen. Aus persönlicher Sicht waren der Umzug und die Übernahme einer neuen Position während der Pandemie sicher nicht einfach. Aber ich freue mich auf meine neuen Aufgaben in einer so wichtigen und dynamischen Versicherungsregion.

Seit ich die Verantwortung für den Geschäftsbereich Asien & Europa übernommen habe, bin ich sehr beeindruckt zu sehen, wie sich unsere Kollegen auf die Arbeit im Home Office eingestellt haben. Sie haben sich verstärkt dafür eingesetzt, unseren Kunden zu helfen, die Auswirkungen der Pandemie zu bewältigen, bezogen auf ihre Geschäftstätigkeit, Lieferketten oder Mitarbeiter.

Tatsächlich beschleunigt hat sich darüber hinaus die Umsetzung von Innovationen. Denn unsere Kollegen haben nach neuen Möglichkeiten gesucht, ihre Kunden in einer veränderten Risikolandschaft – entstanden durch die Pandemie – zu unterstützen.

Im Mittelpunkt des Seminars steht die Pandemie. Wie sehen Sie die Situation, und wie hat AXA XL die Kunden in dieser Krise unterstützt?

Das Risikoprofil vieler Kunden hat sich im Zuge dieser Pandemie verändert, da sie ihre Geschäftsmodelle an die neuen Gegebenheiten angepasst haben. Einige Bekleidungshersteller verlagerten beispielsweise ihre Produktion für den Einzelhandel auf die Herstellung von OP-Mänteln und Gesichtsmasken. Einige Spirituosenhersteller begannen mit der Produktion von Handdesinfektionsmitteln und so weiter. Wir haben erkannt, dass wir unsere Kunden dabei unterstützen müssen. Dabei ging es nicht nur darum, bestehende Versicherungen entsprechend der veränderten Risiken anzupassen. Wir haben auch Wege gefunden, weiterhin Risikoberatung und Risikoengineering-Leistungen anzubieten, ohne dass persönliche Besuche vor Ort erforderlich sind. Wir haben einen „Remote-Risikodialog“ eingerichtet, der es Risikoingenieuren ermöglichte, Datenerfassung zu nutzen, um auch weiterhin Analysen und Beratungen durchführen zu können.

Die Pandemie kam zu einer Zeit, als der Versicherungsmarkt eine gewisse Korrektur der Prämienrate erlebte. Zweifellos haben die Auswirkungen von COVID-19 sowohl auf makro- als auch auf mikroökonomischer Ebene den Optimierungsbedarf der Raten in bestimmten Geschäftsbereichen deutlich gemacht.

In Zeiten wie diesen ist der Dialog zwischen Kunden und ihren Versicherern wirklich wichtig, um die richtigen Lösungen zu finden. Die Einrichtung eines neuen oder die Nutzung eines bestehenden Captives ist eine Option, die einige unserer Kunden möglicherweise prüfen wollen. Andere werden den nicht traditionellen Risikotransfer in Erwägung ziehen, wie er von unserem Team für strukturierte Risikolösungen angeboten wird. Wir führen diese Gespräche mit Kunden in ganz Europa und freuen uns, dass sie auch jetzt, gegen Ende dieses außergewöhnlichen Jahres, fortgesetzt werden. 

Warum sind FERMA und die dort vertretenen nationalen Risikomanagement-Verbände so wichtig für die Risikomanagement-Community?

Wie erwähnt, ist Kommunikation sehr wichtig dafür, wie Risiken erfolgreich gemanagt und übertragen werden. Verbände wie FERMA und die nationalen Verbände, mit denen sie eng zusammenarbeitet, bieten Mitgliedern, Branchenpartnern und Risikomanagern ein großartiges Forum, um Ideen, neu entstehende Risiken und zukünftige Trends zu diskutieren.

Darüber hinaus bieten FERMA und ihre Mitgliedsverbände Ausbildungsmöglichkeiten für Risikomanager und andere im Risikobereich Tätige an. Sie betreiben im Namen von Risikomanagern und Versicherungskäufern Lobbyarbeit auf nationaler, europäischer und globaler Ebene.

Wie wichtig ist Europa für AXA XL und die AXA Group?

Die AXA Gruppe ist ein wichtiger Akteur in Europa und eines der größten französischen Unternehmen der Welt. Europa ist für AXA XL enorm wichtig und unsere zweitgrößte Region in Bezug auf die verbuchte Bruttoprämie. Zudem ist Europa eine Region, in der es ausgezeichnete Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen der AXA Gruppe gibt, um Lösungen für die Bedürfnisse unserer Kunden ständig zu verbessern. So haben wir beispielsweise mit unseren Kollegen von AXA Climate zusammengearbeitet, um parametrische Lösungen für europäische Kunden zu entwickeln.

Mit unserer bedeutenden, europäischen Präsenz pflegen wir eine enge Beziehung zu FERMA und den nationalen Risikomanagement-Verbänden in Europa. Sie bieten uns die Möglichkeit, in Kontakt mit Risikomanagern zu kommen, mit ihnen zu sprechen, von ihnen zu lernen und Lösungen zu entwickeln, mit denen sie einige ihrer komplexesten Risiken managen und abdecken können.

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