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Künstliche Intelligenz: Neue Möglichkeiten für die Risikomanager?

von

Künstliche Intelligenz (KI) kann Daten auf eine Weise erschließen und analysieren, die dem Menschen allein nicht möglich ist. Hélène Stanway und Ashish Umre von XL Catlin diskutieren über die Frage, wie Künstliche Intelligenz Risikomanager bei ihrer Arbeit unterstützen und ihren Versicherern dabei helfen kann,  Risikotransferlösungen für ihren Bedarf zu entwerfen.


F. Wie kann KI genutzt werden, um Risikomanager bei ihrer Arbeit zu unterstützen?

A. Hélène Stanway: Die Nutzung von KI hat einige faszinierende Einblicke in Risikoentwicklungen ermöglicht. Wir sind der Meinung, dass sie Risikomanagern tatsächlich neue Möglichkeiten eröffnen, die für sie relevanten Themen zielgerichtet zu bearbeiten.

Wir führen derzeit mehrere Machbarkeitsstudien durch, die ein Start-up, ein mittelständisches Unternehmen und ein sehr großes Unternehmen einbeziehen. So können wir Technologien und Strategien vergleichen. Ein großer Vorteil der KI für unsere Branche liegt darin, dass sie den Zugang zu Daten erleichtern kann, die beispielsweise in umfangreichen Dokumenten oder Tabellen enthalten sind, oder dass sie Datenmengen analysieren kann, die ein Mensch rein physisch nicht erfassen kann.

Im Rahmen der Machbarkeitsstudien haben wir ausschließlich Technologien untersucht, von denen wir annehmen, dass sie für Risikomanager von großem Nutzen wären und ihnen zu besseren Arbeitsergebnissen verhelfen könnten. Eine von ihnen beinhaltete etwa die Prüfung Tausender Schadenmeldungen, um Entwicklungen festzustellen und zu verstehen, die ein Mensch durch Lesen der Dokumente nicht hätte feststellen können. So haben wir Erkenntnisse gewonnen, die auf keine andere Weise möglich gewesen wären.

Die Nutzung solcher erweiterten Informationen kann Risikomanagern wichtige Einblicke ermöglichen, die ihnen z.B. bei der Priorisierung ihrer Ortsbegehungen helfen.


F. Wie nutzen Versicherer KI, um Lösungen für Risikomanager zu finden?

A. Ashish Umre: Unternehmen errichten und nutzen flexiblere Datenplattformen, die ihnen eine effektivere interne wie externe Nutzung der riesigen Datenmengen ermöglichen, die heutzutage verfügbar sind.

Indem uns KI dabei hilft, die vielfältigen Risiken unserer Kunden mit einer Detailgenauigkeit zu verstehen, die durch heutige lineare Modelle nicht erreichbar ist, hat sie das Potenzial, neue Risikoprofile, Geschäftsmodelle und Marktchancen zu erschließen.

Wir arbeiten mit Start-ups zusammen, um herauszubekommen, was möglich ist. Daher lernen wir schnell.


F. Welche Rolle könnte die KI im Versicherungswesen spielen?

A. Hélène Stanway: Versicherungen leben von Daten. Als Versicherer sammeln wir Daten über die Risiken unserer Kunden und analysieren sie, um Risikomanagement- und Risikotransferlösungen zu entwickeln. Diese Risiken verändern sich allerdings. KI kann uns dabei unterstützen, Zugang zu neuen Arten von Daten zu erhalten, Daten aus unterschiedlichen Quellen zu verbinden und diese weitaus schneller zu analysieren, als Menschen das jemals könnten.

KI-Tools können uns helfen, Muster zu entdecken und, was noch wichtiger ist, uns wertvolle Einblicke in das Datenmaterial zu verschaffen. Dennoch ist KI nur eine Komponente unserer Werkzeugkiste. Wir sind zum Beispiel der Auffassung, dass Blockchain das Potenzial besitzt, unsere Branche grundlegend zu verändern.


F. Auf welche Weise investieren Sie in KI und ihre Entwicklung? Was erwarten Sie von Ihrer Zusammenarbeit mit KI-Start-ups?

A. Ashish Umre: Wir investieren auf unterschiedliche Weise in neue Technologien. Zunächst wäre unser Risikokapitalfonds „XL Innovate“ zu nennen. Seine Mittel werden direkt in innovative, technologieorientierte Start-ups investiert, von denen einige auf Künstliche Intelligenz setzen. Außerdem hat XL Catlin in großem Umfang in Talent investiert und im vergangenen Jahr unser internes Innovationsteam „Accelerate“ eingerichtet.

Ein tolles Beispiel für die Zusammenarbeit von Accelerate mit Start-ups ist unsere Kooperation mit Cytora.

Cytora hat sich auf KI und maschinelles Lernen spezialisiert und eine Risk-Engine entwickelt, mit der sich Open Source Daten erfassen und in Risikoinformationen umwandeln lassen. Kurz gesagt kann diese Risk-Engine so eingerichtet werden, dass sie Daten aus dem Internet, aus neuen Artikeln und sogar aus öffentlich zugänglichen Datensätzen von staatlichen Stellen herauszieht und verarbeitet. Dabei verwendet sie Algorithmen, um die Wahrscheinlichkeit künftiger Schadenfälle, Risikoprofile und die Qualität von Risiken zu verstehen. Das wird unsere Underwriter bei ihrer Arbeit unterstützen.


F. Gibt es auch Grenzen des Einsatzes von KI im Versicherungswesen? Was müssen wir bedenken?

A. Ashish Umre: Versicherung ist und bleibt ein Geschäft von Menschen für Menschen. Algorithmen der KI und maschinelles Lernen sind zwar extrem leistungsfähig und machen es möglich, Daten wesentlich schneller und exakter zu verarbeiten als ein Mensch das könnte. Aber die intelligente Nutzung der Erkenntnisse liegt beim Menschen.

Unser vorrangiges Ziel für die Nutzung von KI ist die Unterstützung und Verbesserung unserer Erkenntnisse und Entscheidungsprozesse. Bei der Konzeption von Systemen, die aus Daten lernen, sind die Herkunft der Daten, die Datenqualität sowie Ethik und der Datenschutz wichtige Faktoren, die es zu berücksichtigen gilt.

Hélène Stanway ist Digital Leader bei XL Catlin und erreichbar unter: Helene.Stanway@xlcatlin.com.

Ashish Umre ist Accelerate Partner – Artificial Intelligence – bei XL Catlin und erreichbar unter: ashish.umre@xlcatlin.com.

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